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Reisebericht zur Fahrradreise „Schwarzwald, Kaiserstuhl und Vogesen“ vom 14.07. – 21.07.2011 von Carola Vaartjes

Fahrradreise Breisgau – Elsaß im Juli 2011

 

Es ist soweit: um 6 Uhr in der Früh’ starten wir am Neubauer Betriebshof Wittenberger Weg zur Fahrradreise nach Baden-Württemberg, die dieses Jahr zum zweiten Mal durchgeführt wird. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte ist es jetzt bedeckt und für die Jahreszeit recht kühl. Aber wir sind guter Hoffnung, haben noch etliche Hundert Kilometer durch ganz Deutschland vor uns. Unser Fahrer ist Bernd, der Radbegleiter André, der noch den meisten von uns unbekannt ist. An diversen Zwischenstopps werden noch Fahrgäste aufgenommen, im Lokal „Zur grünen Eiche“ in Bispingen gibt es Frühstück und dann geht’s ab immer Richtung Süden. Ohne Zwischenfälle gelangen wir am Abend ins Kinzigtal, eines der Quertäler im Mittleren Schwarzwald und direkt zum Hotel „Badischer Hof“ in Prinzbach, ein winziges Dörfchen. Das Hotel ist schön im hügeligen Prinzbachtal gelegen umgeben von Wiesen und Wäldern. Vor dem Haus verläuft die Dorfstraße, dahinter weiden Kühe, deren Glockengeläut uns all die Tage begleitet.

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15.7.2011 Kinzigtal

Nach einem exzellenten Frühstück vom vielfältigen Buffet starten wir zu unserer ersten Radetappe durch das Kinzigtal von Alpirsbach nach Gengenbach. Zunächst geht es mit dem Bus an den Startort Alpirsbach. Wir sind an die 40 Radler und fahren bis auf 3 Personen in der Gruppe zusammen.

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Der Kinzigtalradweg ist bequem zu radeln, flaches Gelände auf beiden Seiten des Flüsschens führt uns durch eine liebliche Landschaft, durch kleine schmucke Schwarzwalddörfer. In Wolfach besichtigen wir die Dorotheenglashütte, wo man neben einer ständigen Weihnachtsausstellung Glaskunst in allen Variationen bewundern und kaufen kann. In Haslach gibt es ein wunderschönes Rathaus zu sehen und überall fanden wir sehr kunstvoll und phantasievoll gestaltete Brunnen.

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Weiter führt uns die Radtour der historischen Stadt Gegenbach entgegen, wo die erste Etappe endet.

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Nach dem Abendessen - das jeden Tag all unsere Erwartungen übertraf, einfach super! – machten wir noch einen Abendspaziergang durch das hübsche Städtchen.

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16.7. 2011 Kaiserstuhl

Am nächsten Tag soll es um den Kaiserstuhl – auch wenn unser Busfahrer immer vom Königsstuhl spricht…J - herum nach Freiburg gehen. Bei strahlendem Sonnenschein starten wir nah am Rhein auf dem Rheintalradweg in Richtung Süden. Zur Linken sehen wir die Höhenzüge des Schwarz-walds, rechts in der Ferne die Vogesen und in der Nähe die unendlichen Rebflächen am Kaiserstuhl.

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Auch schöne Streckenabschnitte durch Auwald durchradeln wir, bis wir nach ca. 40 km Freiburg erreichen, wo schon einer unserer Herren ein Schwätzchen mit der Damenriege aus dem Rheinland angezettelt hat…

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Hier hatten wir etwas Pech, das Münster war eingerüstet und drinnen fand grade eine Trauung statt.

17.7.2011 Glottertal

Eine Tour durch’s Glottertal wäre heute dran gewesen. Aber Petrus war der Ansicht, wir hätten eine kleine Erfrischung verdient (Bernd: „der Herrgott gießt die Pflanzen, die er liebt“) und zuviel Sonne sei sowieso nicht gut für die Haut… Daher nehmen wir Bernd mit auf eine Busrundtour durch das Glottertal. Derweil darf André mit einigen ganz wenigen eisernen Radlern mit dem Rad eine „Spritz-tour“ veranstalten…

Wir „Warmduscher“ sitzen gemütlich im trockenen Bus und schauen uns den Schwarzwald an.

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Bestens ausgerüstet – gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter sondern nur die falsche Kleidung – und gut gelaunt steigen wir hier und da auch mal aus und sehen uns was an, wie z.B. das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach oder den Ort Triberg. Da wir schon genug Wasser von oben hatten, haben wir uns die höchsten Wasserfälle Deutschlands in Triberg gespart…

18.7.2011 durch’s Elsass

Die erste Radetappe auf französischem Boden, nämlich im Elsaß von Erstein nach Colmar steht heute auf dem Plan. Sonniges, mäßig warmes Wetter haben wir anfangs auf dem Weg aus dem Schwarzwald über den Rhein nach Frankreich; später kommen ein paar Regentropfen, sodass wieder Regenkleidung praktisch ist. Wir sehen uns zunächst die hübsche Kleinstadt Colmar an.

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Nicht nur unterwegs auf dem Land auch hier in der Stadt ist der Storch überall sehr präsent. In den feuchten Rheinauen findet er einen idealen Lebensraum und so scheut er auch nicht davor zurück, sich bis in die größeren Städte zu trauen und nistet doch tatsächlich sogar auf der Kirche von Colmar. (Das Nest wurde nicht fotografiert…war aber da!)

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Daher findet man Adebars Konterfei sowie Massen von Souvenirs überall in der Stadt und Umgebung.

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Während wir gemütlich durch die Gässchen von Colmar schlendern, besprechen unsere „Chefs“ den weiteren Tourenverlauf, Lagebesprechung quasi... Sie haben sich übrigens beide bestens bewährt und gute Chancen, dass wir sie nächstes Jahr wieder mitnehmen…!

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Durch die Straßen schlendernd entdecken wir plötzlich uns selbst und das macht richtig Spaß!

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…und was kosten dann 8 boules? Ja ja, die Franzosen verstehen sich wirklich auf gutes Essen…in diesem Laden duftete es sooo köstlich, dass man am liebsten alles probiert hätte! 

Und vor der Abfahrt, nach dem Motto „hier werden sie geholfen“, bekommen wir noch ein besonderes Angebot: „wenn die Hose rutscht, kann ich Ihnen helfen“…meint der große, farbige Hosenträger- und Gürtel-Verkäufer, der ganz locker Deutsch spricht…quelle surprise!

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Wir verladen die Räder, fahren ein Stück mit dem Bus, entladen wieder und radeln weiter durch Rebenfelder, Obstplantagen, Städtchen, kleine Waldabschnitte

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und schließlich – einem besonders schönen Abschnitt – am „Canal du Rhône au Rhin“ entlang.

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Bernd hat seine Familie mitgenommen, Sophie ist mit im Einsatz und macht gute Fotos!

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19.7.2011 Strasbourg – Iffezheim (Elsass-Ortenau)

Wir fahren nach Strasbourg, wo zunächst eine Stadtrundfahrt per Boot gemacht wird.

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Jeder kriegt was auf die Ohr’n und auf geht’s! Wir entdecken außergewöhnliche Gauben, alte Fachwerkhäuser, schöne Jugendstilbrücken, das Europa-Parlament, das ARTE Gebäude und vieles mehr – eine interessante Se(e/h)fahrt…

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Auch in das Strasbourger Münster können wir noch einen Blick hineinwerfen,
ganz schön dunkel war’s da. Die hübsche Gasse, durch die wir zuletzt gingen mit dem gemütlichen Cafe „ Au vieux Strasbourg“ hat sicherlich in so manchem den Wunsch geweckt, hierhin einmal wieder zu kehren…

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Am La Gare de La Wantzenau entladen wir heute die Räder und radeln los über die Muehlrhein nach Gambsheim. Durch kleine Dörfer gelangen wir schließlich an den Rheindeich. Dort entlang geht es dann etliche Kilometer immer schnurstracks geradeaus - das z i e h t sich…! Ab und an hat man Gelegenheit, auf einer Treppe auf den Deich zu steigen, um nach Schiffen Ausschau zu halten…

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Und plötzlich steht da der blaue Neubauer-Bus und ein Picknick, von Familie Schmidt im Teamwork hingezaubert, erwartet die hungrigen Radler, klasse! 

Hmmm, das schmeckt!!! Oben die Köpfe, unten die Füße, normal – oder ???

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Gestärkt geht es dann weiter, über die Eisenbahnbrücke zurück über den Rhein nach Deutschland und nach ein paar Kilometern sind wir in Iffezheim, wo sich die berühmte Galopprennbahn von Baden-Baden/Iffezheim befindet. 

Die Anlage der Galopprennbahn war geschlossen, wir konnten nur einen knappen Blick von außen auf das Gelände werfen.

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20.7.2011 Baden-Baden - Offenburg

Wir fahren ins noble Baden-Baden und radeln zunächst unter Bernds Führung zum Kurhaus/Casino wo wir die Räder abstellen und uns umschauen. Schicke Geschäfte in der unmittelbaren Umgebung von Casino und Kurhaus lassen uns staunen über Edles und Teures….

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…und das Kurhaus selber von klassischer Schönheit. Auch ein Klassiker: alle müssen mal…

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Ob er das Geld davon trägt ??? Er scheint schwer zu tragen… Und wir erfahren, welche Krawatte Mann von Welt trägt…

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Wir Bodenständigen jedoch verlassen radelnd diesen Ort und begeben uns auf den Weg nach Offenburg. Die Gelegenheit an der Strecke frisches Obst zu kaufen, lässt man sich nicht entgehen: Pflaumen, Johannisbeeren, Brombeeren, Kürbisse und auch Strohblumen gibt es hier.

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Und dann, oh weh, da kommt was auf uns zu….

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Wir radeln direkt auf eine schwarze Regenwolke zu, es gibt kein Entkommen – ach Petrus, du bist so gut zu uns, dass du uns wieder eine „kleine Erfrischung“ gönnst  Es schüttet wie aus Kübeln und wir haben zum Glück einen Blumenladen (Pflanzen zu Pflanzen sozusagen) erreicht, wo wir uns unterstellen können! Puh, geschafft!

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Einige Kilometer weiter ist der Spuk fast vergessen, das Regen-Outfit noch am Mann, doch auch die Sonnenbrille ist stets griffbereit – wir sind immer guter Hoffnung ! Jetzt gibt erst mal wieder ein zünftiges Picknick am Deutz mit Schwarzwälder Schinken, Käse, Tomaten, Kräcker, Brot, Wurst! Treppen-Menü quasi…

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Und weiter radeln wir durch die flache Landschaft Richtung Offenburg, wobei auch der Chef mal nach dem Weg fragen muss..

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Ok, alles klar, wir sind in der Loipe – es geht weiter! 

Am Bus angekommen, wird seitens der Passagiere kurz getestet, ob im Cockpit alles rechtens ist… Und immer mit Helm fahren, brav !

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Nach dem langen Radeltag beschert uns das Dirndl-Team vom Badischen Hof wieder einmal ein köstliches Abendessen mit bewährt gutem Service!!! Und so war auch dieser letzte Tag unserer Reise wieder gelungen: eine schöne Tour, viel Interessantes gesehen, sehr gut gegessen, super nette Leute um uns herum, ein tolles Hotelteam – Wir haben auf dieser Reise Flagge gezeigt…

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Viel Spaß gehabt !

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Freundschaft gepflegt…

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Was will man mehr ? Carola V.

 

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